Das zweite Experiment – Pole Fitness

Mit einer kaum vollstellbaren Leichtigkeit und einem strahlenden Lächeln windet sie ihren gestählten Körper um die glänzend polierte Stange. Gestreckt bis in die Zehenspitzen. Perfektion in der gesamten Ausführung. Geschmeidigkeit und Kraft. Wir sitzen da mit weit aufgerissenen Augen und schnappen bei jeder ihrer Bewegungen nach Luft.

Nein, ich spreche hier nicht von einem Besuch in einem Nachtlokal, sondern von unserem zweiten Workshop in einer ziemlich unterschätzen und oft etwas belächelten Sportart. Pole Fitness. Denn was so leicht aussieht, ist in Wirklichkeit ein ultimativer Leistungssport.

Am Montag, 20. Oktober 2014 wurden wir von Fabienne Odermatt im Studio von PoleAcrobatics in Wetzikon in der aussergewöhnlichen Sportart unterrichtet. Die Blessuren und der Muskelkater am Tag danach zeugen von einem Training, das es in sich hatte. Drehungen um die Stange, beidhändig, einhändig, vorwärts, rückwärts und kopfüber, ohne, mit einem oder beiden Beinen an der Stange, einhändiger Handstand mit Grätsch oder die menschliche Flagge.

Ausgenockt nach 1 Stunde und 15 Minuten. Ein Training für Koordination, Ausdauer und Kraft – und alles nur mit mit einer Metallstange und dem eigenen Körpergewicht.