Stadtgeflüster 2016

Vor wenigen Minuten hat mich mein Wecker jäh aus dem Schlaf gerissen. Schlaftrunken tappe ich in die Küche und gönne mir als erstes eine starke Tasse Kaffee. Langsam aber sicher kehren die Lebensgeister zurück. Ich ziehe mich an und mach mich auf den Weg zur Arbeit. Ein kurzer Stopp beim Bäcker um die Ecke und dann eile ich zur Haltestelle. Doch wie jeden Morgen kommt der Bus zu spät, ist wie immer total überfüllt und im Innern entdecke ich die stets gleichen Gesichter.

Da ist die Frau, die sich jeden Morgen während der Fahrt, mit Hilfe ihres kleinen Taschenspiegels fertig schminkt. Der etwas zu gross geratene, bleiche Banker mit seinen nach hinten gegelten Haaren und der Börsenzeitschrift unter dem Arm. Das frisch verliebte Paar, das schon frühmorgens kaum die Finger voneinander lassen kann. Die alte Dame in ihrem Blumenkleid mit ihrem nervig kläffenden Pudel. Kurzum: Es ist ein Tag wie jeder andere. Er liesse sich austauschen ohne, dass ich den Unterschied bemerken würde.

So oder ähnlich könnte unsere Geschichte beginnen. Denn in diesem Jahr ist es der Alltag, der uns beschäftigt. Wir erzählen Geschichten aus dem täglichen Leben in einer multikulturellen und bunten Gesellschaft. Menschen und ihre Schicksale. Geplante oder zufällige Begegnungen und wie sie unser alltägliches Einerlei zu etwas besonderem werden lassen.

Première-Vorstellungen